Gemeinsam gefeiert - Feuerwehr, TSV und ein Dorf voller Freude | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Manchmal braucht ein Dorf nur drei Tage, um allen zu zeigen, wie viel Herz und Humor in ihm stecken - so war es in Liebenscheid beim Jubiläumswochenende 12.-14. September 2025.

Gemeinsam gefeiert - Feuerwehr, TSV und ein Dorf voller Freude

Manchmal braucht ein Dorf nur drei Tage, um allen zu zeigen, wie viel Herz und Humor in ihm stecken - so war es in Liebenscheid beim Jubiläumswochenende 12.-14. September 2025. Was als Feier für zwei Vereine - Feuerwehr, 100 Jahre, und TSV, 60 Jahre - geplant war, verwandelte sich schnell in ein großes, buntes Dorffest, bei dem Jung und Alt, Einheimische und Gäste gemeinsam lachten, tanzten und Erinnerungen schufen. Die Ortsgemeinde stand hinter dem Vorhaben, viele Hände packten mit an, und die Rückmeldungen aus der Region waren so erfreulich, dass man fast rot wurde vor Stolz.

Freitagabend verwandelte sich das Zelt in eine Zeitmaschine Richtung 90er: DJ Torti sorgte dafür, dass die Tanzfläche nicht leer blieb und die Hits des Jahrzehnts fröhlich durch die Nacht schallten.

Samstag war Familienzeit mit Spielen für die Kinder, Kaffee und Kuchen am Nachmittag und einem stolzen Auftritt der Jugendfeuerwehren, die ihre Prüfung zur Jugendflamme I ablegten - ein Moment, der zeigte, wie Tradition und Nachwuchs bei uns im Westerwald Hand in Hand gehen.

Der offizielle Start des Festkommers am Samstagabend war eine große Überraschung: Unser Schirmherr Ewald Habel setzte mit ein paar kräftigen Schlägen auf den Amboss ein akustisches Ausrufezeichen - und kaum war der letzte Funken verklungen, stimmte die Stadtkapelle Rennerod mit Ewald zusammen die Amboss-Polka an. Wer dabei war, weiß: das war kein steifer Zeremonienschlag, sondern ein launiger Auftakt, der sofort die Stimmung anheizte und die Bühne für ein Wochenende voller Musik und Überraschungen freigab.

Die beiden Moderatoren Uwe Hermann und Hubert Goubeau führten humorvoll durch den Kommers mit Geschichten aus der Geschichte der Vereine. Ehrengäste wurden kurzweilig interviewt. Beide Vereine ehrten und bedankten sich bei besonders engagierten Mitgliedern. Eine seltene Ehrung ging schließlich an den Wehrführer der freiwilligen Feuerwehr Liebenscheid Micha Hast, der mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet wurde. Sichtlich gerührt nahm Micha die Standig Ovations des ganzen Zeltes entgegen.

Nach diesem offiziellen und doch fröhlichen Abend betraten die Musiker der Partyband Mission2Party die Bühne. Es folgten mehrere Stunden mitreißender Musik, ausgelassenen Tanzens und fröhlichen Feierns. Absolut eindeutig: Mission2Party brachte das Zelt zum Kochen.

Der Sonntag war ganz der Gemeinschaft gewidmet: ein gemeinsamer Gottesdienst im Zelt, ein farbenfroher Festzug mit zahlreichen befreundeten Feuerwehren, Gruppen und Musikformationen - historische Fahrzeuge, Spielmannszüge und fröhliche Gesichter sorgten für Gänsehaut und gute Laune zugleich. Zum Abschluss des Festzuges nahmen die Jubiläumsvereine die Ehrenbezeigungen ihrer Gäste vor dem Festzelt entgegen - ein besonders feierlicher Moment, den die Jubilare nie vergessen werden. Die am Zug beteiligten Kapellen und Spielmannszüge gaben im Festzelt noch einige Proben ihres Könnens.

Den Abschluss des Festwochenendes gestalteten - wie bei so vielen Veranstaltungen in Liebenscheid - unsere Freunde der Stadtkapelle Rennerod bis zum Festausklang.

Und wer zwischendurch in Erinnerungen schwelgen wollte, fand in der neu aufgelegten Festschrift Geschichten, Anekdoten und so manche humorvolle Begebenheit aus dem Vereinsleben - liebevoll zusammengestellt und mit einem Augenzwinkern versehen.

Was am meisten hängenblieb, war nicht das Programm im Detail, sondern das Gefühl: Dieses Fest war mehr als die Summe seiner Teile. Über 150 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, Musikerinnen und Musiker, Vereinsmitglieder und Nachbarn machten aus einem Jubiläum ein Gemeinschaftserlebnis, das in der Region Beachtung fand und durchweg positiv bewertet wurde. Kurz gesagt: Liebenscheid hat gefeiert - und alle, die dabei waren, werden noch lange davon erzählen.